Müll-Heiz-Kraftwerk

Saubere und sichere Energie

Unser Müll-Heiz-Kraftwerk bildet einen wichtigen Baustein für eine sichere und saubere Entsorgung von Abfällen aus Haushalt und Gewerbe. Daneben werden durch eine effiziente Energienutzung fossiler Ressourcen geschont.

Optimale Energienutzung
Die Fernwärme nutzt zum großen Teil Energie, die in Kraftwerken bei der Stromerzeugung als Nebenprodukt entsteht und eigentlich verloren gehen würde. Das Prinzip heißt, „Kraft-Wärme-Kopplung“: Dabei wird in unserem Heizkraftwerk heißer Dampf erzeugt, der über Turbinen und Generatoren in elektrische Energie umgewandelt wird. Statt mit der Abwärme überflüssigerweise die Atmosphäre aufzuheizen, wird sie von der uns genutzt, um Gebäude in der Stadt Bremerhaven mit Heizwärme zu versorgen.

Die Fernwärme der BEG bezieht ihre Energie aus der Abwärme, die beim Verbrennen von Hausmüll entsteht. Bereits seit 1978 liefert das Müll-Heiz-Kraftwerk der BEG (MHKW) Dampf für die Strom- und Fernwärmeproduktion. Jeder Fernwärmekonsument leistet somit einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz, zur Schonung von fossilen Ressourcen und zur Verbesserung der Lebensqualität.

Fernwärme – Die Vorteile

  • Im Vergleich zur eigenen Heizungsanlage benötigen Fernwärmeheizungen deutlich weniger Raum, weil z.B. kein Schornstein und keine Flächen für einen Tank und den Heizkessel benötigt werden. Es genügt für die Aufstellung der “Heizungsanlge” eine Wandnische. Auch ist eine Wandmontage möglich. Der Aufstellraum benötigt keine Schalldämmung.
  • Der Betriebs- und Wartungsaufwand ist gering, weil bei der Fernwärmeversorgung wenig störanfällige Bauteile eingesetzt werden. Aufwendungen für die Schornsteinreinigung und die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften (z.B. für den Tank und den Brenner) entfallen. Die Verantwortung für die Erzeugung und den Transport der Energie liegt bei der BEG.
  • Ein Anschluss an das Fernwärmenetz ist preiswerter als die Anschaffung einer Gas- oder Ölheizungsanlage. Ein Genehmigungsverfahren für die Heizungsanlage ist nicht notwendig und in der Regel fallen die Versicherungsprämien für die Hausratversicherung günstiger aus. Kosteneinsparungen ergeben sich auch aus geringerem Platzbedarf.
  • Da für die Fernwärmeanlage keine offenen bzw. geschlossenen Feuerstellen benötigt werden, besteht die Möglichkeit einer Explosion bzw. die Gefahr bei einem Hausbrand durch explodierende Leitungen oder Tanks nicht.
  • Fernwärme-Systeme sind weniger störanfällig als Kesselanlagen und weisen somit eine hohe Versorgungssicherheit auf.

Fernwärme – Der direkte Vergleich

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Fakten Müll-Heiz-Kraftwerk

Energienutzung 

  • elektrisch: 100.000 MWh/Jahr
  • thermisch: 250.000 MWh/Jahr

Saubere Energie

Seit Februar 2002 müssen sich Bauherren und Hausbesitzer an die strengeren Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) halten. Für Neubauten und bei wesentlichen Änderungen an einem Bestandsgebäude muss zukünftig ein Energiebedarfsausweis erstellt werden.

Grundlage für die Berechnung ist der Primärenergiefaktor. Dieser gibt das Verhältnis von eingesetzter Primärenergie (z. B. Erdgas, Steinkohle, Erdöl) zur abgegebenen Endenergie wieder. Je niedriger der Primärenergiefaktor ist, desto effektiver und umweltschonender ist die Energieform. Die Fernwärmeversorgung erhält bei einer Zertifizierung einen günstigen Primärenergiefaktor. Ein wesentlicher Grund für den erfreulichen Primärenergiefaktor ist die Wärmebereitstellung zu einem großen Anteil aus dem umweltfreundlichen Kraft-Wärme-Kopplungs-Prozess. In der Praxis heißt das konkret: Je niedriger der Primärenergiefaktor ist, desto positiver wirkt sich dies bei der Ermittlung des Jahres-Primärenergiebedarfs beim Energiebedarfsausweis bei Neubauten aus. Deshalb genügen hier meist deutlich geringere Investitionen in den Wärmeschutz, um die gesetzlichen Bedingungen der Energieeinsparverordnung zu erfüllen. Weiterhin vergibt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW-Bank) zinsgünstige Darlehen an Bauherren.

Elektrische Energie

Der im Müll-Heiz-Kraftwerk erzeugte Strom wird entweder von uns selbst genutzt oder in das Mittelspannungsnetz eingespeist. Damit leisten wir als größte KWK-Anlage in Bremerhaven einen wesentlichen Anteil an der Vermeidung von Stromimporten aus dem Höchstspannungsnetz und entlasten so die Netzinfrastruktur. Lokale Verantwortung und dezentrale Nutzung unserer Energie setzen wir auch in Sachen Elektromobilität um.


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